feel like home

Hallo meine Lieben,

so, die Tränen sind getrocknet und die Vorfreude auf mein Abenteuer groß.
Mein Wecker klingelt erst in einer Stunde, aber nach 8 Stunden etwas unruhigem Schlaf bin ich schon jetzt wach. Diese Situation nutze ich doch gleich, um meinen ersten Blog-Eintrag vorzuschreiben, den ich dann bei der nächstbesten Gelegenheit hochladen werde.
Gott sei Dank hab ich also (noch) keinen Jetlag; wohl weil ich mich im Flieger gezwungen habe, nicht zu schlafen, was mehr oder weniger geklappt hat.

Der erste Flug war sehr gut und spannend. Ich hatte eine tolle Sitznachbarin, Jenny, 20, aus Ottawa, die für ein oder 2 Wochen eine Freundin in Kaiserslautern besucht hat. Sie sieht etwas verrückt aus, aber wir verstanden uns auf Anhieb gut und redeten über’s Reisen, die Filme, die wir im Flugzeug geguckt haben und so weiter. Ihr musste ich dann auch erklären, warum eine Stewardess plötzlich meinen Namen durchsagte, was ich selbst erstmal realisieren musste. Tatsächlich, Max hat es durch die Arbeit irgendwie arrangieren können, dass der Pilot einen Gruß an mich weitergab! Perplex suchte ich eine Stewardess auf, um zu prüfen, ob das wirklich mein Name war. Sie war zunächst verwundert, weil sie einen Franceso erwartet hatte. 😀 Aber erklärte mir dann, dass mir jemand „Hi“ sagen wollte. 🙂 Verrückt!

Nachdem wir schon eine Weile über Kanada geflogen waren und die Wolken endlich die Sicht freigaben, war mir sofort klar: Die Entscheidung zu dieser Reise werde ich nicht bereuen!
Unter mir lag so viel Wald, wie ich noch nie außerhalb des Fernsehers gesehen habe, übersät mit hunderten, vielleicht tausenden, kleinen und großen blauen Seen. Wow!

Nach der Landung in Ottawa verabschiedeten Jenny und ich uns leider voneinander, aber es gibt ja facebook.
Meine sofortige Erkenntnis in Ottawa war: Die Kanadier sind nett, locker und hilfsbereit.
Den Rollstuhlfahrern wird so sehr geholfen und selbst die Polizisten bzw. Beamte bei der Visa-Vergabe sind entgegen aller Befürchtungen total locker. Ich wurde gefragt, wie man meinen Namen ausspricht und dann behauptete der junge Mann vor mir, er hieße Helmut, haha. 😀
Und jetzt hab ich also mein Visum.
Damit darf ich theoretisch 1 Jahr lang in Kanada arbeiten und Geld verdienen.

Der zweite Flug war anstrengend, aber dafür hatte ich neben mir einen Sitz frei und dadurch mehr Platz.
Dann der erste Blick im Dunkeln auf Vancouver: Verlockend glitzerte und funkelte mich die Stadt an. Jenny hat mir vorgeschwärmt, dass es eine der schönsten Städte ist.

Kezia, bei der ich 2 Nächste couchsurfe, holte mich am Flughafen beim passenger pickup ab. Es dauerte eine Weile, bis wir uns fanden, da wir an verschiedenen Pickups aufeinander gewartet haben, aber der Mann in der gelben Warnweste gab mir ebenfalls freundlich Auskunft.

Das Auto ist teuer, das Haus dagegen sehr süß und hat niedrige Decken. In meinem Buch „Oh wie schön ist Kanada“, das ich mir für die Reise mitgenommen habe, steht, dass Kanadier dezente Pastellfarben lieben, während sie die Europäer als schrill und bunt beschrieben – das passt schonmal.
Mit den Worten „feel like home“ wurde ich im Haus empfangen und ging dann auch schon bald schlafen, weil die Müdigkeit mich dann doch überwältigte. Vorher musste ich noch 3 Spinnen in meinem Zimmer entfernen… wird wohl eine Therapie hier. Ist vielleicht ganz gut so.

Heute will mir Kezia ein bisschen die Stadt zeigen, mit rent-a-bike. Vielleicht treffen wir abends noch Mati, die ich bei dem Auswahlverfahren von StepIn in Bonn kennengelernt habe (sie hat das Stipendium bekommen), aber ich habe Kezia noch nicht gefragt.

Bis bald

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3 Kommentare zu “feel like home

  1. na meine kleine sis 🙂
    alles klar soweit bei dir in der ferne?
    poste viele bilder, damit wir sehen können wo du so bist.
    bis bald lg basti

  2. Hey meine Süße!
    Dein Max ist doch echt ein süßer Kerl…
    Und wie witzig, dass der Mann Helmut hieß!
    Klingt total spannend was du erzählst, ich hoffe, du behältst das bei, und schreibst ab und zu mal was 😉

    Liebste Grüße
    Fränzi

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